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| ahett-kunsttherapie.de | |||
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Kunst mit straffälligen Jugendlichen |
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Kunsttherapie
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Kunst - Therapie mit straffällig gewordenen Jugendlichen |
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In Trägerschaft des Kultur und Sportfördervereins Oberursel e.V.
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Die " Kunsttäter" werden unterstützt von: www.hansen-werbetechnik. |
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Die
„Bildhauerwerkstatt „Kunsttäter“, wurde im Juli 2000 vom Kultur-
und Sportförderverein Oberursel e.V. aufgrund einer Initiative von Andreas
Hett (Dipl. Sozialarbeiter und Kunsttherapeut) etabliert. Die Teilnehmer
kommen aus dem gesamten Vordertaunus mit Schwerpunkt Oberursel, Steinbach
und Bad Homburg und sind gemäß des JGG (Jugendgerichtsgesetz) mit Auflagen
und Weisungen in Form von Arbeitsstunden belangt. Die Auflagen können sie
an drei Tagen in der Woche, montags und dienstags von 15 bis 18.30 und
mittwochs von 15
bis 18 Uhr – insg. 10 Arbeitsstunden
wöchentlich, ableisten. Die Objekte aus den Materialien Stahl, Holz oder
Ytong werden, in der Ideenschöpfung und Umsetzung, sämtlich von den
Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter zwischen 14 bis 20 Jahren
selbst hergestellt. Dabei versteht sich die Bildhauerwerkstatt als eine freie Kunstwerkstatt / Atelier, das im Schwerpunkt straffälligen und damit gesellschaftlich stigmatisierten Jugendlichen, einen Zugang zur Kunst ermöglichen möchte, der Ihnen ansonsten vielfach verschlossen bleibt. Über das freie Kunstschaffen, in Form von plastischer Kunst, entdecken die Jugendlichen eigene, neue Fähigkeiten und persönliche Ressourcen. Die Phantasie, die sie dabei freisetzen und die Fähigkeiten, die sie entwickeln münden in ihren einmaligen Skulpturen, die wie kaum ein anderes Medium ihre innere Welt wiedergeben, die der diffusen Gedankenwelt Jugendlicher und Heranwachsender ein „Gesicht“ und einen „Körper“ geben. Die Bildhauerwerkstatt begreift sich nicht als eine soziale, rehabilitive oder resozialisierende Einrichtung, das kann sie personell, wie institutionell gar nicht leisten. Die Kunst wird als ein Medium verstanden sich selbst zu erleben, in Kontakt mit der eigen Person und seiner Umwelt zu treten. Dies verläuft wie bei einem Künstler anhand seiner Biographie und den Materialien die er vorfindet und die ihn faszinieren. Das auf diesem explorativen Wege, quasi als gewolltes „Nebenprodukt“ sich eine Selbstfindung in Form einer künstlerischen Therapie vollzieht ist eben das Wesen, das Wunder der Kunst: „…sich auszudehnen, sich zu erweitern, zu entwickeln, zu reifen – die Tendenz, all Fähigkeiten des Organismus auszudrücken, und zwar in einem Maße, dass eine solche Aktivierung den Organismus oder das selbst fördert“ (c. Rogers 1990, S. 241; vgl. auch Rogers 1973, S. 340 zit. aus Nölke/Willis klientenzentrierte Kunsttherapie 2002, S.17). Hierbei spielt die Haltung der beiden Künstler, die die Jugendlichen betreuen eine große Rolle, die das Geschaffene weder bewerten noch mit Vorgaben versehen. Es werden künstlerische Angebote offeriert, die die Jugendlichen mit ihren Ideen verknüpfen, erproben oder wieder verwerfen: „…mit Ideen, Farben, Formen, Beziehungen spontan zu spielen – Elemente und unmögliche Positionen zu schieben, wilde Hypothesen zu bilden, Gegebenes zu problematisieren, das Lächerliche rücken, etwas von einer Form in eine andere zu übertragen, etwas in unwahrscheinliche Entsprechungen zu transformieren.“ (C. Rogers, 1990, S. 246, zit. aus Nölke/Willis 2002, S.19). So entstehen kultige, universelle und fahrbare Seifenkisten aus der Idee ein Auto zu bauen. Diese Seifenkisten werden aber bei öffentlichen Veranstaltungen eingesetzt. Die Skulpturen und Objekte, mit z.T. anspruchsvollen künstlerischen Inhalten, werden ebenso öffentlich ausgestellt und finden Käufer und zeigen den Erzeugern den Wert ihrer Arbeit, ihrer Idee. Ja, die Kunstwerke werden gesellschaftlich wertgeschätzt und dies nicht über den bisher eingeschlagenen Weg der Delinquenz. Dies ist auch eines der primären Ziele und Gedanken der Bildhauerwerkstatt im Umgang mit Kunst. Hierbei ist die Bildhauerwerkstatt auch einmalig, da sie nicht für eine bestimmte Zielrichtung auf dem Kunstmarkt zu arbeitet oder Aufträge dafür erfüllt, sondern Kunst als freiheitsbildendes und ressoucenschöffendes Medium versteht im Kontext einer positiven gesellschaftlichen Wertschätzung stigmatisirter straffälliger Jugendlicher. Auf diesem Wege entstehen individuelle und eigenwillige Kunstwerke – Werke von „Kunsttätern“. Nichtzuletzt zeigen die Rückmeldungen der jugendbetreuenden Einrichtungen des Hochtaunuskreises, dass eine nicht geringe Zahl der Jugendlichen die kreativ, künstlerischen und positiv, fördernden Erfahrungen für ihren weiteren schulischen, wie beruflichen Werdegang einsetzen können und die Kunst ihnen eine personenorientierte, förderliche Struktur und Stabilität- auf einem kreativ, spielerischen Wege - vermittelt hat.
Personell wird das Projekt von zwei fachlich kompetenten Personen betreut:
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