Kunsttherapie

Kunsttherapie Andreas Hett

Kunsttherapie

Schwerpunkte meiner kunsttherapeutischen Arbeit bilden die Bildhauerwerkstatt Kunsttäter – Kunsttherapie mit straffällig gewordenenen Jugend-lichen und jungen Erwachsenen, mit alten Menschen mit und ohne Demenz sowie für Menschen mit seelischen Belastungen, wie ebenso mit körperlich und geistig eingeschränkten Menschen. Ich arbeite mit dem Ansatz der klientenzentrierten Kunsttherapie

die Eigenverantwortlichkeit der Person

die Achtung und Akzeptanz unterschiedlicher Einstellungen und Wertevorstellungen

das Vertrauen auf die selbstregulierenden Kräfte der Person

das Leben als Prozeß ständiger Veränderung

persönliche Erfahrungen als Grundlage für Erkenntnisprozesse

Die klientenzentrierte Kunsttherapie

Beruhrt auf den humanistischen, psychologischen und philosophischen Überlegungen von Carl Rogers. Die von seiner Tochter Nathalie Rogers (Künstlerin) auf einem künstlerisch therapeutischem Fundament weiterentwickelt wurde. Über den sinnlich, explorativen Zugang der Kunsttherapie entsteht die Chance eigene Fähigkeiten, Stärken und Schwächen in einer gestalterisch, kreativen Auseinandersetzung wahrzunehmen und sie in eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung einfließen zu lassen.

Sprache allein reicht oft nicht aus, das auszudrücken, was uns zutiefst bewegt. Im schöpferischen Gestalten, dem kreativen Erleben kann Bewusstes, Unbewusstes, Geahntes oder auch Verborgens seinen Ausdruck finden und lebendig werden.

Davon ausgehend, dass Kreativität ein Teil jedes Menschen ist, setzt die Kunsttherapie keinerlei künstlerische Fähigkeiten voraus und ist daher jeder Person zugänglich. Denn in der Kunsttherapie geht es primär nicht um das Herstellen von Kunst oder um Richtig oder Falsch, vielmehr darum, die Möglichkeiten zu nutzen, nach innen zu hören, auf Entdeckungsreise zu gehen und sich die Erlaubnis zu geben, dass auszudrücken was in einem anderen Rahmen nicht denkbar wäre.

Vielfältige künstlerische – therapeutische Wirkungsfelder

In meiner kunsttherapeutischen Praxis habe ich zahlreiche Praxisfelder in der Rhein-Main-Region, speziell dem Hochtaunuskreis, für künstlerisch-therapeutische Arbeit erschließen können und mit verschiedenen Institutionen und Trägern auf stabile und gewachsene Fundamente stellen können.

Schwerpunkte sind die Arbeit mit benachteiligten, straffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, gemäß dem Jugendgerichtsgesetz (JGG) in der Bildhauerwerkstatt Kunsttäter, welche ich selbst initiert habe und stetig weiter entwickle.

Die Kunsttherapie mit alten Menschen mit und ohne einer dementiellen Veränderung als externes recourcenenförderndes- und erhaltendes Angebot in der stationären Pflege.

In 2010 habe ich zusammen mit dem Diakonischen Werk Hochtauns das offene Atelier für seelisch erkrankte Menschen in  Wehrheim für den Hochtaunuskreis ins Leben gerufen und arbeite dort mit zwei festen Gruppen sowie weiterhin in der Entwicklung des Ateliers mit.

Ebenso bin ich in Eirichtungen für Menschen mit körperlich und geistigen Einschränkungen tätig. Hier arbeite ich direkt im Lebensumfeld, der Wohneinrichtung der Klienten.

 

Meine Praxisfelder im Detail

Die Praxis ist für mich das Spannenste. Jede Begegnung in der Kunst hat seine ganz eigene Faszination und ich bin immer wieder zutieft beeindruckt welche hoch individuellen und kreativen Wege die künstlerische Therapie gehen kann.

Neben meiner institutionellen Tätigkeit, biete ich künstlerische Einzel- und Gruppentherapien an. Mein Atelier bietet Ihnen die Möglichkeit, über das sinnliche Erleben verschiedenster Materialien sowie angebotsorientierten kunsttherapeutischen Techniken, einen individuellen Zugang zu Ihrer Ausdrucksform- und Sprache herzustellen.

Die klientenzentrierte Kunsttherapie wird begleitet durch das personenzentrierte Gespräch nach Carl Rogers.

Ich habe die Zulassung als Heilpraktiker eingeschränkt für Psychotherapie und so kann die Kunsttherapie gemäß der Gebührenordnung für Heilpraktiker – in einigen Fällen – über Ihre Krankenkasse erstattet werden. Weitere Infos dazu!

Seit Juni 2010 arbeite ich für das diakonische Werk des Hochtaunuskreises. Das diakonische Werk bietet unter dem Motto „Der Seele Raum geben“ ein offenes Atelier für Menschen in schwierigen Lebensumständen oder mit psychischen Belastungen in Wehrheim/Taunus an.

An der Umsetzung und Realisierung habe ich zusammen mit dem diakonischen Werk eineinhalb Jahre gearbeitet und mitgewirkt. Es wurde zu Beginn durch die Aktion Mensch gefördert und heute über das persönliche Budget der Teilnehmer ermöglicht. Das Atelier bietet über das freie, künstlerische, therapeutische Arbeiten die Möglichkeit in schwierigen Lebenssituationen einen selbstpräventiven, tagesstrukturierenden und stabilisierden Zugang zur eigenen Person und eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden.

Mehr Infos zum offenen Atelier..

Zur Webseites des offenen Ateliers

Eines meiner umfangreichsten  Praxisfelder ist die Bildhauerwerkstatt Kunsttäter - Kunsttherapie mit straffällig gewordenem Jugendlichen und jungen Erwachsenen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG), dass ich in 2000 konzipiert habe. In 2011 habe ich den Verein Kunsttäter e.V. gegründet, um unsere Arbeit auf eigenständige Beine zu stellen.darüber hinaus bin ich auch 1. Vorsitzender des Vereins. Die Werkstatt leitte ich  zusammen mit der Bildhauerin Regina Planz. In 2010 habe ich hierzu die Publikation 10 Jahre Bildhauerwerkstatt Kunsttäter herausgegeben. Lesen Sie mehr darüber...

Seit 1997 arbeite ich künstlerisch-therapeutisch mit alten Menschen – mit und ohne Demenz. Dies im Schwerpunkt in der stationären Pflege von Senioreneinrichtungen im Hochtaunuskreis und Frankfurt/M. Aber auch zuhause Vorort in der vertrauten Umgebeung. Dies meist in Zusammenarbeit mit Fachärzten, die meine Arbeit weiter empfehlen.

Seit vielen Jahren schaffe ich zusammen mit geistig und körperlich eingeschränkten Menschen Skulpturen und Plastiken, die in Form eines künstlerischen Gemeinschaftsprojektes einen festen Platz- öffentlich – in der Einrichtung erhalten. Mehr